Über uns
Veranstaltungen
Gekko-Berichte
Presse
Kontakt
Links
Literaturhinweise
Gästebuch
Rückenwind
Downloads
   
© www.danuela.de
Seite 1 2 3 4 5 6


Weit weg vom Krankenhaus

Selbsthilfegruppe Gekko für herzkranke Kinder feierte ihr Sommerfest

HANN. MÜNDEN. Ausgelassen und lebensfroh tobten vergangenen Samstag Kinder über das Gelände des Weserparks in Gimte. Dort feierte die Göttinger Elternselbsthilfegruppe Gekko, regionale Kontaktgruppe des .Herzkind e. V., ihr alljährliches Sommerfest. Betroffene Familien reisten dafür aus Niedersachsen, Thüringen und Hessen in die Dreiflüssestadt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Dieter Bömeke, Mitarbeiter in der pädiatrisch-kardiologischen Abteilung der Uni-Klinik Göttingen, und seiner Familie. Trotz trüben Wetters war die Stimmung bestens, als die DLRG zur Schlauchbootfahrt rief. Mit einem Motorboot wurden Eltern und Kinder in Richtung Weserstein gezogen, von dort aus hieß es dann zurückpaddeln. Die TSG sorgte mit einer Kinderolympiade dafür, dass es den Kindern nie langweilig wurde...

Ins Leben gerufen wurde die Selbsthilfegruppe 1999. Damals lernten sich Beate Trebing und die Intensivkrankenschwester Astrid Heddinga auf der Intensivstation kennen. "Wir haben überlegt, dass es gut wäre, wenn sich die Eltern untereinander austauschen könnten," erklärt Heddinga die Idee. Beate Trebing Mutter eines herzkranken Kin- des, schlossen sich an. Inzwischen veranstaltet Gekko Elternseminare und Diskussionsrunden, Elternsprechstunden sowie Sommerfeste. Außerdem verwaltet Frau Trebing eine Elternliste, über die sich Eltern eines herzkranken Kindes mit an deren Betroffenen in Verbindung setzen können.

Hintergrund der Sommerfeste ist, so Astrid Heddinga, dass sich die Eltern auch außerhalb des Krankenhauses in entspannter Atmosphäre treffen können. So hat sich zwischen den Familien ein herzliches Verhältnis entwickelt. Heddinga: "Alle leiden und freuen sich miteinander, rufen sich an, wenn eine OP bevorsteht oder wenn sie gut überstanden wurde." Vor allem sollen durch das jährliche Fest auch die Geschwisterkinder einbezogen werden. "Die Geschwister sind immer die Leidtragenden. Sie sollen merken, dass sie wichtig sind, dass sie auch zur Familie gehören," erklärt Heddinga. Solche Erfahrungen machte Heike Bauer mit Tochter Cosima (4), deren Bruder Vincent (2) herzkrank ist. "Cosima sagte mir, dass sie auch krank sein möchte, um den ganzen Tag bei mir sein zu können," berichtet ihre Mutter. "Die Gruppe ist zwingend notwendig, damit sich die Eltern austauschen können vor allem um zu erfahren, wie andere mit den Geschwisterkindern umgehen, sich die Zeit einteilen, "bestätigt Claus Fischer, Vater von Jennifer (4) und der herzkranken Julia (2)...

Dr. Reiner Buchhorn und Dr.Martin Hulpke-Wette, Oberärzte der Abteilung Kinderkardiologie, nahmen das Sommerfest als Gelegenheit, einmal ohne weißen Kittel aufzutreten. Buchhorn: "Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist sehr wichtig. Wir brauchen Rückmeldungen von ihnen und dabei hat uns die Elterngruppe sehr viel geholfen." Wie sein Kollege, spricht auch Dr. Hulpke-Wette seine Bewunderung für das Engagement der Gruppengründer aus: "Neben Kummer und. Sorge um das eigene Kind haben sie es geschafft, noch so viel Kraft für andere aufzubringen." (ZCK)

Juni 2002. Vostellung der Selbsthilfegruppe über KISS auf dem Königsplatz in Kassel





v.l.n.r.Sylvia Reinbold (betroffene Mutter), der "KISS-Clown", Beate Trebing von GEKKO

Herzblick 2/2002. Spendenübergabe der DAK-Göttingen für GEKKO
Leitung
  Astrid Heddinga
  Duvalstr. 10
  37115 Duderstadt
  Tel.: 05527-72477
  Heike Bauer
  Gladebergs Weg 34
  37181 Hardegsen
  Tel. 05505 / 96 347

 

 

Startseite