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Case- Management

Hallo, ...

Aufgrund unserer Erfahrungen mit einem herzkranken Kind, haben wir uns 1999 gemeinsam mit Beate Trebing und Astrid Heddinga zur Gründung einer Elternkontaktgruppe (GEKKO) in Göttingen entschlossen. Durch die lebhafte Unterstützung der pädiatrischen Kardiologie im Uniklinikum Göttingen und deren Mitarbeiter, ist es uns gelungen einige gemeinsame Veranstaltungen zu initiieren. Im Uniklinikum leite ich auf der pädiatrischen Station 2014 die Elternsprechstunde.

Es ist nicht immer einfach diese Sprechstunde regelmäßig durchzuführen, oft kommt schlicht das Leben mit zwei kleinen Kindern dazwischen. Unser Ziel ist es aber für die Zukunft, sehr viel regelmäßiger auf der Station präsent zu sein und unser Angebot für die Eltern professioneller zu gestalten. Aus diesem Grund mache ich seit Mai diesen Jahres eine Fortbildung im „beta- Institut“ in Augsburg zur Case- Managerin, die aus GEKKO-Spenden finanziert wird.

„Case-Management“, was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Case-Management bedeutet angeleitete Hilfe zur Selbsthilfe. Der Fall (engl. case ) bzw. der Patient steht im Mittelpunkt und es wird alles organisiert, was der Patient braucht, um gesund zu werden oder mit seiner Krankheit bestmöglich zu leben. Es ist wichtig, die Angebote und Hilfestellungen richtig zu koordinieren, die für den Patienten und seine Familie notwendig sind. Das erste Treffen zwischen Case-Manager und Familie sollte schon im Krankenhaus stattfinden, um den Übergang zwischen stationärer Behandlung und ambulanter Nachsorge so fließend wie möglich zu gestalten. Dann wird gemeinsam mit der Patientenfamilie der Kontakt zu den erforderlichen und gewünschten Stellen aufgenommen. Ist die Vernetzung erfolgreich, bleibt der Case- Manager als Ansprechpartner im Hintergrund und kann bei Schwierigkeiten jederzeit wieder hinzugezogen werden. Ist der Patient wieder gesund oder benötigt keinerlei Unterstützung mehr, zieht sich der Case- Manager ganz zurück und wird für eine andere Familie tätig. Dieses Modell betreibt der Verein „Familiennachsorge bunter Kreis“ in Augsburg seit vielen Jahren.

Die Studie

Das Nachsorgemodell wurde vom „Institut für Volkswirtschaftslehre“ der Universität Augsburg in einer Studie untersucht und es kam zu folgenden Ergebnissen:

niedergelassene Ärzte konnten die Behandlung der Patienten „lückenlos“ übernehmen.
belastendende und kostenintensive Mehrfach- oder Doppeluntersuchungen konnten umgangen werden.
die Nachsorge kranker Kinder oder Säuglingen nach Risikogeburten wurde für die Krankenkasse wesentlich günstiger, da der Klinikaufenthalt verkürzt wurde und Risikokinder in langfristiger Betreuung der Nachsorge sich deutlich besser entwickelten.
die Eltern fühlten sich deutlich sicherer und kompetenter im Umgang mit ihrem Kind.
die Eltern fühlten sich psychosozial gut vorbereitet.

Auf der Basis dieser Studie hat der „Bunte Kreis“ und das Augsburger „beta- Institut“ einen Gesetzesentwurf erarbeitet und der Bundesregierung in Berlin vorgelegt, um Nachsorge bundesweit zu ermöglichen.

Ich bin von der hervorragenden Arbeit des Bunten Kreises sehr beeindruckt und hoffe sehr, dass es uns gelingen wird, davon etwas auf Göttingen und seine Patientenfamilien zu übertragen.

Ihr Gekko-Team

Leitung
  Astrid Heddinga
  Duvalstr. 10
  37115 Duderstadt
  Tel.: 05527-72477
  Heike Bauer
  Gladebergs Weg 34
  37181 Hardegsen
  Tel. 05505 / 96 347

 

 

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